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Forum "Kirche am Ort - Kirche an vielen Orten gestalten"

Zwischenbericht zum Prozess „Kirche am Ort - Kirche an vielen Orten gestalten“ der Dekanate Biberach und Saulgau

Mit der Kirchengemeinderatswahl im März 2015 lief der Kirchenentwicklungsprozess der Diözese Rottenburg-Stuttgart „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“ an und seitdem hat sich schon einiges getan und entwickelt.

Im Frühjahr 2015 waren die pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Seelsorgeeinheiten auf einer 2-tägigen Fortbildung. Unter der Überschrift „Wandlung“ haben sich diese mit dem Prozess auseinander gesetzt. Im ersten Halbjahr 2017 folgt der zweite Teil der Schulung, zu der wieder alle „Pastoralen“ aufgerufen sind.

In den Dekanaten Biberach und Saulgau hat sich im vergangenen Schuljahr schon einiges bewegt. Fast alle der 26 Seelsorgeeinheiten haben sich über den Prozess informiert und sich auf ganz unterschiedliche Weise mit den Fragestellungen auseinandergesetzt. So haben sich häufig der gemeinsame Ausschuss oder die Kirchengemeinderäte einer Seelsorgeeinheit für einen Abend getroffen, um den Prozess näher kennen zu lernen und über aktuelle Kirchenentwicklungen zu diskutieren. Des Weiteren haben sich 12 Seelsorgeeinheiten an ganzen Klausurtagungen mit dem Prozess beschäftigt und so schon erste Überlegungen angestrebt, wie der Prozess am eigenen Ort laufen könnte.

Bei diesen Klausurtagungen und Treffen ging es meistens darum, sich mit dem Prozess vertraut zu machen, die Lage in der eigenen Seelsorgeeinheit zu analysieren und über Schritte im Prozess nachzudenken. Eine häufige Arbeitsform war dabei die Erstellung einer Netzwerkkarte, auf der die Vernetzung kirchlicher und pastoraler Orte, sowie anderen Partnern innerhalb und außerhalb der jeweiligen Gemeinden sichtbar wird. In diesen Schaubildern wurde häufig der Reichtum an Leben der Gemeinden und deren Vernetzung deutlich, aber auch, dass der ein oder andere Ort als Kirche (wieder) neu entdeckt werden könnte. Ein weiterer wichtiger Punkt bei diesen Treffen war die Auseinandersetzung mit Kirchenbildern. Zu den Fragestellungen: „Wie sehe ich Kirche?“, „Was erwarte ich von Kirche?“ oder „So wünsche ich mir Kirche…“ kam man den Grundfragen, den Grundspannungen und Zielen des Prozesses auf die Spur. Vor allem der Grundgedanke, dass Kirche noch viel mehr ist als der sonntägliche Gottesdienst und sich ganz vielfältig zeigt und zeigen will, ist ein Hauptpunkt. Bei intensiven Gesprächen wurde immer wieder spürbar, dass sowohl die hauptamtlichen, als auch die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oft an der Grenze des Machbaren stehen und es eine Sensibilität im Umgang dieses Prozesses braucht. Deswegen ist es wichtig im Prozess nicht in Aktionismus zu verfallen und das Gefühl zu bekommen, immer noch mehr machen oder anbieten zu müssen, aber vielleicht anders.

Es haben sich in der Zwischenzeit schon 13 Prozessteams in den Seelsorgeeinheiten gebildet, welche den Prozess vor Ort steuern und koordinieren. Dieses Prozessteam wurde bei einigen aus dem gemeinsamen Ausschuss heraus gebildet. Andere entschieden sich dafür ein eigenes Team für den Prozess zu formen, um die Verantwortungsträger der Kirchengemeinden zu entlasten.

In der ersten Phase des Prozesses, welche verstärkt auf Wahrnehmung der Menschen am Ort, sowie auf die geistlichen Grundlegung ausgelegt ist, wurden viele Ideen entwickelt, wie diese vor Ort gestaltet werden kann. Hier einige Beispiele aus den Seelsorgeeinheiten:

-        Die SE Göge-Donau-Schwarzachtal (Hohentengen) hat einen kleinen Stand entwickelt, um auf (kommunalen) Gemeindefesten als Kirche präsent zu sein und einen kleinen Fragebogen erstellt, um mit den Menschen über Kirche und Glauben ins Gespräch zu kommen.

-        Die SE Biberach-Umland hat einen Glaubenskurs zu den vier geistlichen Grundhaltungen des Prozesses (vertrauen; lassen; wertschätzen; erwarten) entwickelt, größtenteils gestaltet von Ehrenamtlichen.

-        Die SE Bad Saulgau hat die Maiandachten zu den vier geistlichen Grundhaltungen gestaltet.

-        Die SE Altshausen pilgerte zur Pforte der Barmherzigkeit in Sießen und hat sich auf dem Weg dorthin mit den vier geistlichen Haltungen auseinander gesetzt.

-        Die Kirchengemeinderäte der SE Federsee haben am Tag nach ihrer Klausur in jedem Gottesdienst den Prozess vorgestellt.

-         Die SE Eberhardzell hat zu einem öffentlichen Abend zum Prozess und zum Gespräch über Kirche eingeladen.

-        Die Kirchengemeinde Winterstettenstadt war bei den Jubiläumsfeierlichkeiten des Sportvereins für das Essen zuständig und hat sich so als Kirche mal ganz anders gezeigt.

-         Kirchengemeinden der SE Effata.Ablach-Donau (Mengen) haben Fragebögen zur Befragung der Menschen vor Ort zu Kirche entwickelt.

-        Die SE Bussen will das geistliche Leben noch mehr in den Fokus nehmen.

-        Die vernetzte Öffentlichkeitsarbeit in der Seelsorgeeinheit ist in einigen Seelsorgeeinheiten Thema (u.a. SE Saulgau, SE Illertal,…)

-        Die SE Ochsenhausen überlegt Gemeindeforen zu entwickeln, um zu schauen, wie mit Kooperationspartnern das Leben im Ort weiterentwickelt werden kann.

-        Zu Fragen und zur Weiterentwicklung der Verwaltungsstruktur haben sich die SE Heimat-Bischof-Sproll und SE Maselheim Gedanken gemacht und diskutiert.

Es ist also deutlich spürbar, dass in den Seelsorgeeinheiten und an den Orten erste Schritte am Laufen sind und kreative Ideen entwickelt werden, um daraus Erkenntnisse mitzunehmen, wie Kirche am Ort und an den vielen Orten in Zukunft aussehen könnte.

Auf Ebene der Dekanate hat sich begleitend ebenfalls einiges entwickelt und getan.

-        Das Prozessteam Dekanat Biberach hat sich schon mehrfach getroffen, stand dem Sonntagsblatt Rede und Antwort, tauschte sich über den Stand in den Seelsorgeeinheiten aus und plante weitere Treffen.

-          Das Prozessteam Dekanat Saulgau traf sich bisher ein Mal. Die Besonderheit dieses Teams besteht darin, dass alle Seelsorgeeinheiten mit Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sowie die Einrichtungen (Jugendreferat, Caritas, keb,…) vertreten sind. So gab es einen anregenden Austausch unter den Seelsorgeeinheiten mit den Einrichtungen und das verspricht auch in Zukunft eine gute Zusammenarbeit im kleinen Dekanat Saulgau.

-         Mit den geistlichen Haltungen und dem Thema Netzwerk haben sich die Einrichtungsleitungen der Dekanate auseinandergesetzt (Schulen, Orden, Kategorialseelsorge, Verwaltungszentren…).

-        Es gab eine Fortbildung zum Thema Prozessmanagement.

-        Ein Forum „Kirche am Ort“ als Austauschplattform musste leider abgesagt werden, da es zu wenige Anmeldungen gab.

-         Beim Regionalforum für die Zweiten Vorsitzenden in Untermarchtal im Februar haben sich die ca. 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den beiden Dekanaten u.a. mit dem Thema kooperative Leitung beschäftigt.

-        Ansonsten ist der Prozess in vielen Gremien und Stellen im Dekanat thematisiert worden.  (Dekanatsrat, Landesverband für Kindertagesstätten, Tandems Caritas-Gemeinde, Schulpastoral,…)

-          In Planung sind weitere unterstützende Angebote:

o   ein allgemeines Austauschtreffen für Kirchengemeinderäte

o   ein Werkstattabend zur Betrachtung des Sozialraums in Kooperation mit der Caritas

o   Im Frühjahr nächsten Jahres ein Begegnungsnachmittag, bei dem es um Caritas und Gemeinde geht, um diakonische Pastoral mehr ins Auge zu nehmen.

Der Prozess „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“ brachte bisher viele Menschen vor allem Kirchengemeinderäte in Bewegung, um über Kirche ins Gespräch zu kommen. Für den weiteren Verlauf wird es nun wichtig sein, den Prozess auf noch breitere Füße zu stellen, dass sich nicht alles innerhalb der Kirchengemeinderäte abspielt, sondern die Menschen an den verschiedenen Orten mit ins Boot geholt werden. Denn die Vernetzung untereinander und das wertschätzende hören und miteinander ringen sind ganz wichtige Elemente, um Kirche am Ort weiter zu entwickeln.

Bei all den Überlegungen ist es vor allem auch wichtig sich immer wieder auf den Kern kirchlichen Auftrags zu besinnen: Nach Gottes Spuren zu suchen, das Evangelium im heute zu deuten und zu leben. Treffend könnte es mit folgendem Leitsatz zusammengefasst werden: „ Die Hand am Puls der Zeit und das Ohr am Herzen Gottes haben.“(Pater Joseph Kentenich)

Heute, Di. 24. Oktober 2017

Bad Saulgau
10:00 Uhr

Seniorenheim

18:15 Uhr

St. Antonius

Rosenkranz


Kat: Bad Saulgau

19:00 Uhr

Bogenweiler

Heilige Messe


Kat: Bad Saulgau

Moosheim
19:00 Uhr

Moosheim

Renhardsweiler
18:30 Uhr

Renhardsweiler

Rosenkranz in Bierstetten


Kat: Renhardsweiler

19:00 Uhr

Renhardsweiler

Heilige Messe in Bierstetten


Kat: Renhardsweiler

Sitzungstermine Kirchengemeinderat
19:30 Uhr

Kath. Gemeindehaus

Kirchengemeinderatssitzung


Kat: Sitzungstermine Kirchengemeinderat

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Kontakt:

Dekanat Bibiberach und Saulgau

Kolpingstr. 43

88400 Biberach

Tel. 07351/182130

Email: dekanat.biberach@drs.de